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Breitband

Ein Blick auf die experimentelle QGIS-Breitband-Karte für den Landkreis Harz

Derzeit nehmen meine Kollegen und ich ja an einer spannenden Fortbildung zum Thema Geoinformationssysteme (GIS) auf der MOOC-Lernplattform Coursera teil, in deren Rahmen wir uns unter anderem auch mit dem Open Source-GIS QGIS beschäftigen. Für das Breitband-Infrastruktur-Mapping im Rahmen der Beteiligung der HarzOptics GmbH am BreitbandZentrum Harz, arbeiten wir ja seit 2012 mit dem Personal Geographic Assistant (PGA) der Wernigeröder Firma Dr. Michael Geomatics, das wir auch weiterhin nutzen werden. Dennoch war es spannend, sich einmal anzusehen, welche Funktionen QGIS so bietet – und wie einfach es ist, mit Hilfe von QGIS, den bereits von uns erhobenen Infrastrukturdaten und Open Street Map-Kartendaten (wie man diese in QGIS importiert, hatte ich ja neulich schon einmal hier im Blog erläutert) ein funktionierendes Breitband-Informationssystem aufzubauen. Nachfolgend an dieser Stelle also einmal einige Kartenausschnitte zur Demonstration der verschiedenen Funktionalitäten.

Kreisgrenzen

Auf Kreisebene lassen sich sowohl die Bundesland- (rot) als auch die Kreisgrenzen (gelb) einblenden. Zu sehen ist hier der Landkreis Harz mit sämtlichen Kabelverzweigern (gelbe Punkte), Funkmasten (orange Punkte), DSLAMs (orange Quadrate) und LTE-Masten (rote Dreiecke).

 

Gemeindegrenzen

Auch die Grenzen der Verwaltungsgemeinschaften sowie die der einzelnen Gemeinden lassen sich vergleichsweise einfach visualisieren. Für die Breitband-Infrastrukturplanung ist dies ein wichtiges Feature, da die Beantragung von Ausbau-Fördermitteln stets auf der Ebene der jeweiligen Gebietskörperschaft zu erfolgen hat.

 

Wernigerode

Nicht nur die eingemeindeten, vormals unabhängigen Ortsteile (wie im Falle Wernigerodes etwa Silstedt, Schierke oder Reddeber) sind über den Places-Layer von Open Street Map verfügbar, auch „traditionelle“ Stadtteile wie Harzblick, Burgbreite und Stadtfeld lassen sich integrieren (bringen jedoch z.B. die weiter unten gezeigte Darstellung der Bevölkerungszahlen durcheinander).

 

Strassenkarte

Die nähere Draufsicht zeigt, dass sich über den Street-Layer von Open Street Map auch die Namen von Straßen und Plätzen in die Karte integrieren lassen. Auch die Darstellung aller in OSM verzeichneten Geschäfte und öffentlichen Gebäude mit entsprechenden Bezeichnungen (Hotel, Restaurant, Autohaus etc.) ist – wie auch mit dem PGA – über den Points-Layer möglich. Dies ist für die Breitband-Planung insofern von Vorteil, als dass die potentiellen und tatsächlichen Bedarfe von ortsansässigen Unternehmen bei der Antragstellung zu berücksichtigen sind.

 

Neinstedt

Am Beispiel von Neinstedt wird hier gezeigt, wie die Verfügbarkeit von 16MBit-Anschlüssen für eine Ortschaft visualisiert werden kann. In diesem Fall ist beispielsweise der Ortskern bereits voll versorgt, während einige Straßenzüge außerhalb des Ortskerns (Stadtweg, Schlangenecke etc.) noch mit geringeren Datenraten verzeichnet sind.

 

Population

Hier werden die Einwohnerzahlen für die einzelnen Ortschaften direkt in der Karte eingeblendet. Aus Sicht der Breitband-Planer reizvoll wäre vor allem die (tabellarisch mögliche) Ergänzung der minimalen, maximalen und durchschnittlichen Datenraten pro Ort mit entsprechender farblicher Hinterlegung (z.B. unterversorgt = rot, versorgt = gelb, überversorgt = grün). Eventuell kommen wir im Rahmen des Kurses ja noch dazu, zumindest die uns vorliegenden Daten versuchsweise in QGIS zu integrieren.

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Über Christian Reinboth

http://www.christian-reinboth.de

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