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Hochschule Harz, Lichtverschmutzung

Vorträge der letzten Woche: Crowdfunding und Lichtverschmutzung

In der vergangenen Woche durfte ich gleich zu zwei spannenden Themen sowohl an unserer Hochschule Harz als auch an der Leibniz-Universität Hannover referieren. Hier in Wernigerode drehte sich anlässlich der Innovation Days von Mittwoch bis Freitag alles um die Frage, wie Studentinnen und Studenten mit einer innovativen Geschäftsidee sich nach ihrem Studienabschluss erfolgreich ausgründen können. Eine solche Ausgründung haben wir vor nunmehr neun Jahren mit der HarzOptics GmbH selbst auf die Beine gestellt – und ich bin nach wie vor froh darüber, dass ich mich damals für den Weg in die Selbständigkeit entschieden habe. Mit der der studentischen Initiative [ICH] – dem Innovations- und GründerClub Harz – gibt es inzwischen ein von Prof. Dr. Olaf Drögehorn geleitetes Netzwerk, das derartige Ausgründungsvorhaben professionell begleitet – eine Form der Unterstützung, die es zum Zeitpunkt unserer Gründung noch nicht gegeben hat und um die man die gründungswilligen Studenten durchaus ein wenig beneiden kann. Ich selbst durfte im Rahmen der Innovation Days einen Kurzvortrag über das Crowdfunding von Forschungsprojekten und meine Erfahrungen aus den beiden bislang von mir begleiteten Crodfunding-Projekten „Silver Clips“ und „Dem Himmel so nah“ halten.

Crowdfunding von Forschungsprojekten from Christian Reinboth

Besonders beeindruckt haben mich in meiner Innovation Day-Session übrigens die Kurzvorstellungen zweier erfolgreicher Gründungen durch Absolventinnen unserer Hochschule – die von Angela Brümmer ins Leben gerufene Eventgastronomie Burg Schlanstedt sowie der von Maren Hellweg gegründete Geschenkdienst Blumenfee.de. Es macht wirklich Freude zu sehen, mit welchem Ideenreichtum und Enthusiasmus sich einige unserer Absolventinnen und Absolventen in das Abenteuer Selbständigkeit stürzen – auch wenn es zukünftig gerne noch mehr werden könnten.

Bereits am Dienstag durfte ich außerdem beim 20th International Symposium on Society and Resource Management (ISSRM 2014) an der Leipzig-Universität Hannover gemeinsam mit Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz über die historische Entwicklung des Wintersports in unserem Mittelgebirge referieren – eine Entwicklung, die unsere Forschungsarbeit bei HarzOptics insofern berührt, als dass die zunehmende Beleuchtung von Skipisten erheblich zur Lichtverschmutzung über dem an sich noch sehr dunklen Harz beiträgt und damit die Bemühungen kontakariert, diese durch bedarfsgerechte und besser fokussierte urbane Beleuchtung einzugrenzen. Die derzeit hier in der Nähe stattfindende Weiterentwicklung des Wurmberg-Skigebietes ist in dieser Hinsicht leider als Negativ-Beispiel zu betrachten, da der dortige Investor anstatt der in der Europäischen Norm DIN EN 12 193 vorgeschlagenen mittleren horizontalen Beleuchtungsstärke von 20 Lux aus Werbegründen mit viel zu hellen 150 Lux plant.

Winter Tourism and Protected Areas in the Harz Mts. – History, Problems and Perspectives from Christian Reinboth

Besonders gefreut hat mich, dass ich im Rahmen der ISSRM 2014 erstmals als Co-Organizer (an der Seite von Prof. Dr. Carmen de Jong von der Universität Savoyen) einer Session (The involvement of stakeholders in ski development and resource management in mountain environments) auf einer internationalen Tagung fungieren und dabei neue Erfahrungen sammeln durfte. Den nächsten Vortrag zu einem ähnlichen Thema werde ich übrigens im August zur 6. Internationalen Sommer-Universität 2014 (ISU 2014) hier an der Hochschule Harz halten. Dann wir es zwar nicht um die Beleuchtung von Skihängen, wohl aber um die Frage gehen, wie man durch den Einsatz von LED-Technologie sowie durch intelligente Lichtplanung und -steuerung nicht nur die Umwelt schonen und den Sternenhimmel wieder (teilweise) sichtbar machen, sondern auch das Energiebudget vieler kommunaler Kassen spürbar entlasten könnte.

ISSRM 2014

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Über Christian Reinboth

http://www.christian-reinboth.de

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