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Einladung zur Vorstellung von fast care SAMBA am Tag der Demografiefolgenforschung an der Hochschule Harz

Seit dem vergangenen Jahr beteiligt sich HarzOptics mit fast care – seit längerer Zeit endlich mal wieder – als Partner an einem größeren BMBF-Forschungsverbund, über dessen Aufgaben und Ziele ich an dieser Stelle ja bereits vor einigen Monaten gebloggt hatte. Das HarzOptics-Teilprojekt im Rahmen dieses Forschungsverbunds – SAMBA (Spectral Analysis of aMBient Air) – verfolgt wiederum das Ziel, ein verteiltes Sensorsystem zur spektroskopischen Untersuchung (die optische Messtechnik ist bekanntlich seit vielen Jahren eine unserer Kernkompetenzen) von Raumluft zu entwickeln, welches anschließend in das übergeordnete Echtzeit-Sensordaten-Analyse-Framework des fast care-Gesamtprojekts eingebunden werden soll. Mit Hilfe von SAMBA soll perspektivisch nicht nur die Qualität der Raumluft in Telepflege-Settings überwacht und über angeschlossene Home Automation-Systeme in Echtzeit reguliert, sondern idealerweise auch eine Detektion geringster VOC-Konzentrationen in der Atemluft überwachter Personen realisiert werden. Bei diesen VOC handelt es sich um sogenannte Volatile Organic Compounds – in menschlicher Atemluft in sehr geringen Konzentrationen zu findende flüchtige organische Komponenten, deren Vorhandensein Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand eines Menschen ermöglichen.

Nachdem die ersten sechs Monate der dreijährigen Projektlaufzeit inzwischen verstrichen sind, konnte auch schon der erste von insgesamt drei geplanten Demonstratoren realisiert werden, deren Sukzession übersichtshalber in der untenstehenden Abbildung dargestellt wird. Zunächst entsteht eine Version des Sensornetzwerks zur Raumluftanalyse in einer geschlossenen und geschwärzten Testumgebung („geboxte Version“), in der die Minimierung aller externen Störeinflüsse die Herstellung der grundsätzlichen Funktionsfähigkeit des Sensornetzwerks sowie die Durchführung von Tests zur Reliabilität und Validität von Messungen gestattet. In einem zweiten Schritt entsteht anschließend eine transparente und damit halboffen gestaltete Testumgebung, in der der Einfluss verschiedener externer Störgrößen (z.B. Temperatur, Licht, Einleitung unterschiedlichster Gase etc.) unter ansonsten gleichen Bedingungen (ceteris paribus) evaluiert werden kann. Auf Basis der hier gewonnenen Ergebnisse entsteht ein praxistaugliches Entzerrungs- und Auswertungsschema für die über das Netzwerk erhobenen Daten. Die finale und offen gestaltete Testumgebung ermöglicht uns dann hoffentlich spätestens 2018 und damit ein Jahr vor Projektende die Erprobung des Netzwerks sowie der Auswertungsverfahren unter realen Bedingungen. Der in dieser Umgebung finalisierte Demonstrator soll dann in 2019 abschließend im Rahmen eines gemeinsamen Arbeitspaketes mit der Hochschule Harz in das fast care-Gesamtfunktionsmuster im dortigen AAL-Technikum integriert werden.

Demonstrator-Entwicklung

Schematische Darstellung der intendierten Sensorik-Testumgebungen.

 

Den ersten dieser drei Demonstratoren bzw. die ersten (und durchaus vielversprechenden) Messergebnisse wird mein Kollege Jens-Uwe Just am 15.08.2017 nun zum „Tag der Demografiefolgenforschung“ an der Hochschule Harz erstmals öffentlich vorstellen. Der „Tag der Demografiefolgenforschung“ findet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im Rahmen der „Demografie-Woche“ des Landes Sachsen-Anhalt statt und bietet Hochschulprofessorinnen und -professoren sowie deren Projektpartnern die Möglichkeit, aktuelle Vorhaben in demografierelevanten Forschungsbereichen vorzustellen. Neben dem Vortrag zu SAMBA wird es an diesem Tag daher noch eine ganze Reihe weiterer spannender Präsentationen unter anderem zu neuen Formen der Mensch-Technik-Interaktion im Alter (Dr. Matthias Haupt / Thomas Karolczak), zu den Herausforderungen des demografischen Wandels für den Klinikalltag (Corinna Langhans), zur Verbesserung der Betreuung von Flüchtlingen (Prof. Dr. Birgit Apfelbaum / Prof. Dr. Christoph Goos) oder auch zum barrierefreien Radtourismus (Prof. Dr. Axel Dreyer) geben. Vortragen wird auch unser Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert, der das von ihm und Prof. Dr. Hermann Strack an der Hochschule Harz ins Leben gerufene Wahlpflichtfach AAL vorstellen wird.

Wer sich also über den aktuellen Fortschritt bei SAMBA bzw. fast care informieren möchte oder sich für einen der vielen anderen Vorträge erwärmen kann, ist herzlich dazu eingeladen, sich noch – natürlich kostenfrei – bei Tagungsorganisatorin Theresa Vitera für den „Tag der Demografiefiolgenforschung“ anzumelden. Unsere Folien sowie unser Beitrag für den Tagungsband werde ich selbstverständlich nach dem 15.08. auch hier im Blog zum Download bereitstellen.

Ausführliches Programm und Anmeldung unter:

https://www.hs-harz.de/forschung/tagungen/tag-der-demografieforschung-2017/

BMBF-Förderung

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Über Christian Reinboth

http://www.christian-reinboth.de

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